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Wienerberger AG (0GIK)

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Tuesday 17 March, 2009

Wienerberger AG

Schwieriges wirtschaftliches Umfeld beeinträch...



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Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. 
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Endgültige Ergebnisse 2008:
- Konzernumsatz -2 % auf 2.431,4 Mio. ¤, operatives EBITDA -20 % auf
440,1 Mio. ¤
- Bereinigter Gewinn je Aktie -51 % auf 1,69 ¤
- Aussetzen der Dividendenzahlung für 2008 zur Absicherung der
Liquidität
Ausblick 2009
- Schwieriges und herausforderndes Jahr 2009
- Liquidität und Finanzierung gesichert und weiterhin oberste
Priorität
- Reduktion der Nettoverschuldung um jährlich zumindest 100 Mio. ¤

Wien, 17. März 2009 - Die Finanzkrise und die negative Entwicklung
der Weltwirtschaft belasteten die Gesamtjahresergebnisse 2008 der
Wienerberger AG, weltweit größter Ziegelproduzent und Nummer 2 bei
Tondachziegel in Europa. Die Erfolge des Rekordjahres 2007 konnten
nicht erreicht werden, bezogen auf das operative EBITDA war das
vergangene Jahre dennoch das Drittbeste der Unternehmensgeschichte.
2008 markierte einen klaren Wendepunkt, die Entwicklung der
Baukonjunktur war deutlich von der Finanzkrise und deren Übergreifen
auf die Realwirtschaft geprägt. Wienerberger spürte die stark
rückläufige Nachfrage nach Baustoffen in einigen wichtigen Märkte,
allen voran USA und Großbritannien. Im Gegensatz dazu entwickelten
sich die meisten Länder Osteuropas bis in den Herbst 2008 stabil,
Rückgänge wurden erst im vierten Quartal spürbar. Die Auswirkungen
der Finanz- und Weltwirtschaftskrise konnten durch diese Märkte
jedoch nicht kompensiert werden.

Bausektor insgesamt von Krise betroffen - Wienerberger reagiert rasch
mit Strategieanpassung und Restrukturierungsmaßnahmen
Bei der heute stattfindenden Bilanzpressekonferenz (um 10 Uhr live im
Web: www.wienerberger.com) präsentiert der Vorstand den
Jahresabschluss 2008. Der Konzernumsatz verringerte sich leicht um 2
% auf 2.431,4 Mio. ¤. Das operative EBITDA reduzierte sich deutlich
um 20 % auf 440,1 Mio. ¤ und das operative EBIT um 32 % auf 239,8
Mio. ¤. "Der Bausektor hatte als eine der ersten Branchen unter den
Auswirkungen der Finanzkrise zu leiden. Wir haben auf diese
Entwicklung bereits im Juli reagiert, unsere Strategie angepasst und
bis Jahresende umfassende Maßnahmen umgesetzt. Dennoch wurden unsere
Ergebnisse durch die schwache Absatzentwicklung, Kosteninflation
sowie Stillstands- und Leerkosten belastet", analysiert Wolfgang
Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, das abgelaufene
Geschäftsjahr.

Operatives EBITDA in Osteuropa nur leicht belastet - andere Segmente
mit deutlichen Rückgängen
"In den USA entwickelte sich der Wohnungsneubau deutlich unter den
Erwartungen und führte im Segment Nordamerika zu einem 57 %
niedrigeren operativen EBITDA von 15,1 Mio. ¤. Die Auswirkungen der
Finanz- und Wirtschaftskrise, vor allem aber der Einbruch des
Wohnungsneubaus in Großbritannien ab April des vergangenen Jahres,
schlugen sich mit -22 % auf 144 Mio. ¤ auch im operativen EBITDA
Nord-Westeuropas nieder. Zentral-Westeuropa verzeichnete vornehmlich
durch die schwache Nachfrage in Deutschland und dadurch ausgelöste
niedrige Kapazitätsauslastung Rückgänge im operativen EBITDA von 44 %
auf 42,5 Mio. ¤. Das operative EBITDA in Zentral-Osteuropa war mit
262,0 Mio. ¤ bzw. minus 7 % im Vergleich zum Rekordjahr 2007 nur
leicht rückläufig. Bis auf Ungarn entwickelten sich die Märkte der
Region, insbesondere Polen, Bulgarien und Rumänien, gut und
schwächten sich erst im vierten Quartal ab", kommentiert Reithofer
die heute präsentierten Zahlen.

Finanzergebnis von -35,0 Mio. ¤; Ergebnis nach Steuern 103,3 Mio. ¤
Das Finanzergebnis hat sich von 5,3 Mio. ¤ auf -35,0 Mio. ¤
verschlechtert; dabei muss berücksichtigt werden, dass 2007 einen
Einmaleffekt aus dem Verkauf von Wertpapieren von 10,1 Mio. ¤
beinhaltet. Insgesamt erwirtschaftete Wienerberger ein Ergebnis nach
Steuern von 103,3 Mio. ¤ (Vorjahr: 295,8 Mio. ¤). Der Gewinn je Aktie
sank auf 0,81¤ (nach Hybridkupon) und der bereinigte Gewinn je Aktie
auf 1,69 ¤ im Vergleich zu 3,46 ¤ im Vorjahr.

Konzerneigenkapital geringfügig um 7 % verringert
Das Konzerneigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz verringerte
sich um 7 % auf 2.497,2 Mio. ¤ (Vorjahr: 2.672,7 Mio. ¤). Willy Van
Riet, Finanzvorstand der Wienerberger AG, erläutert: "Hauptgründe
dafür sind die Dividendenausschüttung von 120,1 Mio. ¤, negative
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Absicherung von 113,3 Mio. ¤
sowie die Auszahlung für den Kupon der Hybridanleihe von 32,5 Mio.
¤."

Anstieg der Nettoverschuldung auf 890,2 Mio. ¤
In Zusammenhang mit der Anpassung der Strategie hat Wienerberger ihr
Investitionsprogramm auf ein Minimum reduziert. Die ursprünglich für
das Jahr 2008 geplanten Ausgaben für Wachstumsprojekte von mehr als
500 Mio. ¤ wurden um 19 % auf rund 407 Mio. ¤ gekürzt. Die Kosten für
Instandhaltung wurden im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 98,4 Mio.
¤ verringert. Die Nettoverschuldung belief sich zum Stichtag
31.12.2008 auf 890,2 Mio. ¤ und lag damit um 57 % über dem
Vorjahreswert von 566,8 Mio. ¤. Positiv wirkte sich dabei der
operative Cash-flow von 300,9 Mio. ¤ aus. Mittelabflüsse durch
Investitionen in Höhe von 505,6 Mio. ¤ sowie die Zahlung der
Dividende und des Hybridkupons (152,6 Mio. ¤) führten zu einer
Erhöhung der Nettoverschuldung. Das Gearing betrug 35,6 % nach 21,2 %
im Vorjahr.

Liquidität als oberste Priorität - keine Dividende für 2008 geplant
"Aufgrund der in den letzten Wochen zunehmenden Unsicherheit über die
Wirtschaftsentwicklung und die befürchtete weitere Verschlechterung
der Märkte schlagen wir vor, für das Jahr 2008 keine Dividende
auszuzahlen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht,
doch der Ausbau der Liquidität hat in diesem Umfeld eindeutig
Priorität. Viele unserer Aktionäre haben diesen Schritt erwartet und
uns das in zahlreichen Gesprächen mitgeteilt. Unsere Eigentümer, die
zumeist an einer langfristigen, wertorientierten Partnerschaft
interessiert sind, sehen die Sicherung der Unternehmensentwicklung
vorrangig vor einer Dividendenzahlung", erklärt Reithofer die
entgegen vorangegangenen Erklärungen geänderte Dividendenpolitik für
das Jahr 2008.

77 % Rückgang der variablen Bezüge des Vorstandes
"Vor dem Hintergrund der Diskussionen über Managergehälter möchte ich
darauf hinweisen, dass erfolgsabhängige variable Bezüge einen
Großteil der Gehälter sowohl des Vorstandes als auch des Managements
der Wienerberger AG ausmachen. Für den Vorstand der Wienerberger
ergibt sich ein Rückgang der variablen Bezüge für 2008 von 77 %
gegenüber dem Vorjahr, bei einem Rückgang im Ergebnis nach Steuern
von 65 %. Auch wurden die dem Management 2008 eingeräumten
Aktienoptionen nicht wirksam. Für 2009 sind keine Optionen
vorgesehen", stellt der Vorstandsvorsitzende fest.

Schwieriges und herausforderndes Jahr 2009
"Wir erwarten 2009 ein äußerst schwieriges und herausforderndes Jahr.
Der Boden der Krise wurde noch nicht erreicht, und es herrscht
Verunsicherung über das tatsächliche Ausmaß ihrer Auswirkungen auf
die Volkswirtschaften. Die Prognosen für die Länder
Zentral-Osteuropas sind mit besonders großen Unsicherheiten behaftet
und müssen differenziert für jedes Land betrachtet werden. Es wird
erwartet, dass die Abschwächung in Polen, Tschechien, der Slowakei,
Bulgarien und Südosteuropa aufgrund der makroökonomischen Daten etwas
geringer ausfallen wird, wovon die Baubranche profitieren sollte.
Gemeinsam mit Bramac und Semmelrock, die ebenfalls in diesen Märkten
tätig sind, wurden in diesen Ländern rund 45 % des EBITDA der
Wienerberger Gruppe erwirtschaftet. Besonders schwierig erwarten wir
das wirtschaftliche Umfeld in Ungarn, Rumänien, Russland und der
Ukraine. In Westeuropa gehen wir von schrumpfenden Märkten und daher
niedrigeren Ergebnissen aus. Auch in den USA werden die Baubeginne
weiter sinken. Durch umfassende Restrukturierungsmaßnahmen in den
letzten Jahren haben wir uns dafür gerüstet", gibt Reithofer einen
Ausblick auf die Märkte der Wienerberger AG.

Ergebnisrückgänge im 1. Quartal 2009 erwartet
Für die ersten drei Monate 2009 erwartet Wienerberger im Vergleich
zum Rekordquartal 2008 deutliche Rückgänge in den Ergebnissen.
Zusätzlich zu den schwachen Märkten, Belastungen durch rückläufige
Absätze, Kosteninflation sowie Stillstands- und Leerkosten sind die
ersten Monate dieses Jahres durch einen starken Winter geprägt, im
Gegensatz zu den milden Wetterbedingungen der Vorjahre. Aufgrund der
saisonalen Schwankungen weist das erste Quartal jedoch in der
Baubranche für das Gesamtjahr, sowohl was den Ergebnisbeitrag als
auch was eine Prognose für den Jahresverlauf betrifft, nur eine
relativ geringe Bedeutung auf. Eine genauere Sicht auf die
Konjunkturentwicklung 2009 wird vor Mai dieses Jahres nicht möglich
sein.

Ziel 2009: Reduktion der Nettoverschuldung
"Eine sichere finanzielle Basis sowie ausreichende liquide Mittel
sind ins Zentrum des Interesses aller Finanzmarktteilnehmer gerückt.
Viele Unternehmen in der Baustoffbranche waren aufgrund des hohen
Verschuldungsgrades in den ersten Monaten 2009 veranlasst,
Kapitalerhöhungen durchzuführen, um sich Liquidität zu verschaffen.
Der Refinanzierungsbedarf von Wienerberger in Höhe von 429 Mio. ¤ ist
durch liquide Mittel und unausgeübte kommittierte Finanzierungslinien
bis Ende 2011 abgesichert. Wienerberger hat eine gesunde finanzielle
Basis und eine starke Bilanzstruktur. Dennoch haben wir mögliche
Kapitalmaßnahmen ausführlich analysiert und diskutiert. Aufgrund
dieser Analysen und unserer Markteinschätzungen erachten wir derzeit
jedoch eine Kapitalerhöhung als nicht notwendig. Auch bei einem
Fortdauern der weltweiten Wirtschaftskrise gehen wir davon aus,
unsere Finanzverbindlichkeiten in den kommenden Jahren um zumindest
100 Mio. ¤ pro Jahr reduzieren zu können. Die Reduktion der
Nettoverschuldung erreichen wir durch die Maximierung der Free
Cash-flows und die Umsetzung umfassender Restrukturierungsprogramme.
Im Gegensatz zu anderen Baustoffproduzenten sind wir durch unsere
dezentrale Unternehmensstruktur und unser großes, flächendeckendes
Netz mit mehr als 200 Werken in der Lage, flexibel und zeitnah auf
nationale Entwicklungen zu reagieren, ohne dabei unsere
Lieferfähigkeit zu beinträchtigen. Um unsere Fixkosten möglichst
rasch den Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen, wurden bereits
2008 27 ältere Werke geschlossen und 11 Produktionslinien außer
Betrieb genommen. Zusätzlich haben wir unsere Verwaltungs- und
Vertriebskosten reduziert. Aus diesen Maßnahmen ergeben sich
Kosteneinsparungen von jährlich 90 Mio. ¤. Darüber hinaus gab es im
Sinne eines aktiven Working Capital Management Winterstillstände in
nahezu allen Ländern und Werken. 2009 werden wir das
Restrukturierungsprogramm fortsetzen. Mit der Schließung bzw.
Stilllegung von rund 20 Werken sowie durch die weitere Verringerung
der Overheadkosten sollten zusätzlich 40 Mio. ¤ eingespart werden.
Neben der Senkung der Kosten liegt unser besonderes Augenmerk auf der
deutlichen Reduktion des Working Capitals und der Investitionen. Mit
der Begrenzung der Investitionen für Instandhaltung auf 80 Mio. ¤
sparen wir 40 Mio. ¤ ein. Für die Fertigstellung bereits begonnener
Projekte haben wir nur 100 Mio. ¤ vorgesehen. Durch das Aussetzen der
Dividende verbleiben zusätzlich rund 30 Mio. ¤ im Unternehmen,
berechnet auf Basis einer Payout-Ratio von 45 %. Mit all diesen
Maßnahmen wollen wir die Nettoverschuldung um zumindest 100 Mio. ¤
jährlich reduzieren und uns stark positionieren, um die Krise zu
meistern", so Reithofer abschließend.

Kennzahlen der Wienerberger AG

                                 2006      2007      2008      Vdg:
                                                               in %
Umsatz                   in      2.225,0   2.477,3   2.431,4   -2
                         Mio.
                         ¤
EBITDA operativ 1)       in      471,9     551,2     440,1     -20
                         Mio.
                         ¤
EBIT operativ 1)         in      303,1     353,1     239,8     -32
                         Mio.
                         ¤
Ergebnis nach Steuern    in      218,3     295,8     103,3     -65
                         Mio.
                         ¤
Free Cash-flow 2)        in      272,1     293,8     195,4     -33
                         Mio.
                         ¤
Normalinvestitionen      in      100,2     120,2     98,4      -18
                         Mio.
                         ¤
Wachstumsinvestitionen   in      430,2     525,4     407,2     -22
                         Mio.
                         ¤
Ø Mitarbeiter                    13.639    14.785    15.162    +3
Ergebnis je Aktie        in ¤    2,95      3,46      0,81      -77
Dividende je Aktie       in ¤    1,30      1,45      0,00      <-100

















Geschäftsbereiche 2008 in Mio ¤ und %

                    Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa Nordamerika  Beteiligungen
                                                                                      u. Sonstiges
Umsatz              899,3    (+6%)    430,1    (-3%)     908,8   (+0%)   234,3 (-29%) 14,9  (+19%)
EBITDA operativ 1)  262,0    (-7%)    42,5     (-44%)    144,0   (-22%)  15,1  (-57%) -23,5 (+13%)
Gesamtinvestitionen 226,0    (+61%)   37,6     (-39%)    176,7   (-39%)  47,1  (-68%) 18,2  (>100%)
Ø Mitarbeiter       5.832    (+7%)    2.366    (-2%)     4.769   (+12%)  1.969 (-22%) 226   (+31%)


1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus
Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die
Veränderungsraten in  % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt.

Online-Geschäftsbericht 2008:


http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Internet Live-Übertragung der Pressekonferenz um 10.00 Uhr:
www.wienerberger.com

Für Rückfragen:
Karin Hofmann, Public Relations
T +43(1)60192-463  |  communication@wienerberger.com

Barbara Braunöck, Investor Relations
T +43(1)60192-463  |  investor@wienerberger.com

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